TFT-Lexikon
Auflösung
Durch die feste Anordnung der Bildpunkte auf einem
LC-Display, entspricht ein Bildpunkt exakt einem Pixel
(native Auflösung), woraus sich auch gleichzeitig die
maximale Auflösung eines Displays ergibt. In Abhängigkeit
der Bildschirmdiagonale stehen folgende Auflösungen zur
Verfügung.
| Größe |
Auflösung |
Bezeichnung |
Format |
| 15 Zoll |
600 x 480 |
VGA |
4:3 |
| |
800 x 600 |
SVGA |
4:3 |
| |
1024 x 768 |
XGA |
4:3 |
| 15,4 Zoll |
1280 x 800 |
WXGA |
Breitbild |
| |
1280 x 854 |
WXGA |
Breitbild |
| 17 Zoll |
1280 x 1024 |
SXGA |
4:3 |
| |
1400 x 1050 |
SXGA+ |
4:3 |
| Ab 18 Zoll |
1600 x 1200 |
UXGA |
4:3 |
| |
1600 x 1024 |
WSXGA |
Breitbild |
| |
2048 x 1536 |
QXGA |
4:3 |
| |
2560 x 2048 |
QXGA |
4:3 |
Auto - Adjust
Unter Auto - Adjust versteht man die automatische
Synchronisation des Bildsignals des Monitors mit der
Graphikkarte. Über einen Tastendruck können die Bildlage
(Verschiebungen des Bildes), die Frequenz (verhindert
sichtbare Streifen) und Phase (Reduktion des Kriselns) auf
den optimalen Wert eingestellt werden. Geräte mit einem
digitalen Anschluss (DVI) benötigen diese Funktion nicht,
denn über diesen Anschluss wird ein optimales Signal
eingespeichert.
Betrachtungswinkel
Hiermit wird der Bereich beschrieben, den Sie als
Position vor dem Bildschirm beliebig einnehmen können, ohne
dass sich die Helligkeit und die Farbtreue des Bildes
verändern. Je größer die Winkel, desto größer der
Bewegungsbereich vor dem Monitor.
Blickwinkelklassen
Über die ISO-Norm 13406-2 sind TFT-Monitore in vier
Tauglichkeitsklassen eingeteilt, wobei die Kriterien
Kontrast, Farbdarstellung, Gleichmäßigkeit der Leuchtdichte
der Farben, Flimmern, Pixelfehler, Reflexionen und
allgemeine Leuchtdichte berücksichtigt sind. So ist ein
Display der Tauglichkeitsklasse IV für einen Anwender
geeignet, der nahezu aus einem festen Blickwinkel auf das
Display schaut. Die Klasse I ist für mehrere Personen
gedacht, die aus verschiedenen Blickwinkeln auf den Monitor
schauen.
Blickwinkeltechnologien
Verschiedene Technologien werden heute eingesetzt, um den
Blickwinkel auf den Monitor zu optimieren.
TN + Film (Normale TFT + Verzögerungsfilm (+Multi-Domain)
stellt die heute am meisten verbreitete Technologie zur
Verbesserung von Blickwinkeln dar. Die gute allgemeine
Performance und die sehr gute Reaktionszeit, gepaart mit
einem niedrigen Stromverbrauch überzeugen.
IPS (In Plane Switching)
Bedingt einen höheren Stromverbrauch, überzeugt jedoch durch
hervorragende Blickwinkel und eine kurze Reaktionszeit.
MVA (Multi-Domain Verical Alignment)
Bietet Blickwinkel jenseits der 160 Grad-Grenze und
hervorragende Kontraste. Diese Technologie ist maßgeblich
bei TFT's ab 17 Zoll zu finden.
| |
TN-Film |
IPS |
MVA |
| Blickwinkel |
gut |
sehr gut |
sehr gut |
| Kontrast |
gut |
gut |
sehr gut |
|
Reaktionszeit |
sehr gut |
sehr gut |
gut |
|
Energieverbrauch |
sehr gut |
befriedigend |
gut |
DVI - Digitales Video Interface
ist die aktuellste Technologie, um Daten zwischen
Graphikkarte und Monitor zu transferieren. DVI-I kann sowohl
digitale als auch analoge Daten transferieren und mittels
Adapter an VGA-Ausgänge angeschlossen werden. DVI-D arbeitet
nur mit digitalen und DVI-A nur mit analogen Signalen.
Helligkeit
stellt ein wesentliches Qualitätsmerkmal dar. Die
Messgröße ist Candella pro qm und drückt den Unterschied
zwischen maximaler und minimaler Helligkeit bei Betrachtung
eines weißen Bildes in Prozent aus.
Interpolation
Da TFT-Monitore mit so genannten festen, nativen
Auflösungen arbeiten, bei denen ein Bildpunkt exakt einem
Pixel entspricht. Bei 15 Zoll Monitore entspricht die native
Auflösung z.B. 1024 x 768 Bildpunkte. Soll nun eine
niedrigere Auflösung, etwa 800 x 600 dargestellt werden,
muss das Display einen Bildpunkt aus mehreren Pixeln
zusammen setzen, da weniger Pixel auf derselben Fläche
erzeugt werden müssen. Dies führt zwangsweise zu Unschärfen
bei der Darstellung des Bildes. Insofern sollten
TFT-Displays immer in ihrer nativen Auflösung betrieben
werden, um ein maximal scharfes Bild zu erhalten.
Pivotfunktion
Die Pivot-Funktion ermöglicht eine Drehung des Monitors
um 90 Grad, so dass dieser hochkant steht. Hierdurch läßt
sich z.B. in Word eine vollständige DIN A4 Seite auf dem
Monitor darstellen. In den meisten Fällen wird diese
Funktion durch die Graphikkarte unterstützt.
Pixelfehler
Es ist nie ganz auszuschließen, das TFT-Displays bei der
Darstellung der Bildpunkte völlig fehlerfrei arbeiten. Weist
nun ein Display z.B. einen ständig weiß leuchtenden oder
einen ständig schwarz dargestellten Bildpunkt auf, so
spricht man von einem Pixelfehler. Per ISO-Norm sind vier
Pixelfehlerklassen definiert, in die Hersteller freiwillig
die Qualität der Monitore einordnen können und sich
hierdurch zur Gewährung bestimmter Garantien verpflichten.
Sofern die Anzahl der Pixelfehler über der in der
entsprechenden Klasse definierten Fehlergrenze liegt, wird
das Panel zum Garantiefall. Liegt die Fehlermenge darunter,
ist kein Garantieanspruch geltend zu machen. Folgende
Pixelfehlertypen sind definiert:
- 1 = ständig leuchtender (weißer) Pixel
- 2 = ständig schwarzer Pixel
- 3 = defekter Sub-Pixel, entweder ständig in den
Farben rot, grün, blau leuchtend oder schwarz
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Pixelfehlerklassen und
die Menge der Fehler die maximal vorkommen dürfen:
|
Pixelfehlerklasse |
Fehlertyp I |
Fehlertyp II |
Fehlertyp III |
|
I |
0 |
0 |
0 |
|
II |
2 |
2 |
5 |
|
III |
5 |
15 |
50 |
|
IV |
50 |
150 |
500 |
Reaktionszeit
Die Response Time gibt die Zeitspanne wieder, die ein
Flüssigkristall-Molekül benötigt, um eine neue Operation
ausführen zu können. Dabei wird die Zeit gemessen, die ein
Bildpunkt benötig, um von der Schwarz- zur Weißdarstellung
zu wechseln. Die Reaktionszeit wird typischerweise in ms
(Millisekunden angegeben). Derzeit liegt die Reaktionszeit
bei guten Monitoren unter 12 ms. Eine schnelle Reaktionszeit
ist insbesondere bei Spielen und der Wiedergabe von Filmen
notwendig. Unter normalen Officebedingungen spielt sie kaum
eine Rolle, da mehr mit statischen Bildern gearbeitet wird.
Reaktionsverlauf
Die Kenngröße des Reaktionsverlaufs gibt die Zeit an, die
ein Pixel benötigt um eine entsprechende Farbe oder
Graustufe darzustellen. Diese Zeiten sind in der Regel höher
als bei einem Wechsel von schwarz auf weiß. Hinsichtlich der
Wiedergabe von Spielen oder Filmen gilt das zuvor gesagte.
TFT (Thin Film Transistor)
Der Name kommt von den Transistoren, die jede Zeile eines
LCDs einzeln ansteuern und auf einer hauchdünnen Folie
angebracht sind. |